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Arbeitszeiten selbst bestimmen

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht "Arbeitszeiten selbst bestimmen" der SWP vom 16.03.2018

 

Text und Foto: © Foto: Ralf Ott

 

Das Angebot der Tagesmütter hat sich in der Vergangenheit nicht nur ausgeweitet, sondern auch ausdifferenziert. Damit trägt das Angebot des kreisweit aktiven Reutlinger Vereins entscheidend zu Kinderbetreuung bei. Mittlerweile gibt es beispielsweise 32 „TigeR“ im Kreisgebiet, also die „Tagespflege in anderen geeigneten Räumen“ und nicht, wie herkömmlich in der Wohnung der Tagesmutter oder des Tagesvaters. „Die Nachfrage nach dem TigeR-Angebot ist ungebrochen“, berichtet Anne Mack, Geschäftsführerin der Tagesmütter im Kreis Reutlingen, im gemeinsamen Gespräch mit den beiden Fachberaterinnen der Münsinger Außenstelle, Mathilde Allgöwer und Andrea Schulz und unserer Zeitung. In einer TigeR-Gruppe können bis zu neun Kinder von einer Fachkraft und einer Tagesmutter betreut werden.

 

Auch die weiteren Betreuungsformen stoßen auf großes Interesse bei den Eltern. „Wir haben sehr viele Anfragen“, betonte Schulz. Daher sucht der Tagesmütterverein derzeit händeringend nach Verstärkung. Nur mit weiteren Kinderbetreuern können alle Anfragen der Eltern berücksichtigt werden. Die Arbeitszeiten für die Tagesmütter und -väter sind dabei genauso flexibel wie das Angebot. „Man kann zu Hause arbeiten und so den Job gut mit der Familie vereinbaren“, so Schulz, „sowie die Stundenzahl und die Wochentage an denen gearbeitet wird, frei wählen“, erklärt sie weiter.


„Neu ist das Angebot der Kinderfrauen, die in Haushalte der Auftraggeber kommen und dort die Kinder betreuen“, erläutert Allgöwer. Es ergänzt das klassische Modell  der Tagesmutter, die Kinder bei sich zu Hause aufnimmt und dort je nach Bedarf der Eltern für Betreuung sorgt. Hohe Flexibilität und ein individuell nutzbares Betreuungsangebot sind der große Vorteil, unterstrich Allgöwer.


Um hier im Notfall noch besser unterstützend eingreifen zu können, wurde die „KuKiTapf“ – die kurzfristige Kindertagespflege – ins Leben gerufen. Das Angebot basiert auf dem Wunsch mehrerer großer Arbeitgeber im Kreis, im Notfall ihren Mitarbeitern rasch einen Betreuungsplatz zur Verfügung stellen zu können. Beteiligt sind das ZfP Zwiefalten, die Bruderhaus-Diakonie, die Kreiskliniken, PP.rt, die Hochschule, die Stadt Reutlingen, Bosch, Walter und die Kreissparkasse, die Firma Reiff und die Uniklinik Tübingen.


Durch ihre Finanzierung stellen die genannten Arbeitgeber sicher, dass kurzfristig nutzbare „Brückenplätze“ für die Kindertagespflege vorgehalten werden. Die Tagesmutter erhält dafür eine Grundpauschale. „Im Kreisgebiet gibt es 11 bis 12 Plätze und die jeweiligen Tageseltern, die in ihrem Haushalt so einen Platz bereit halten und sich  untereinander kennen“, erläuterte Mack. Sie bieten an den Standorten in Reutlingen, im Ermstal, Münsingen und Zwiefalten einmal pro Monat einen „Aktiv- und Kontaktnachmittag“ an, damit die Kinder ihre etwaigen Tageseltern vorher schon kennenlernen können. Unterm Strich gibt es jährlich mehrere hundert solcher Einsätze. Derzeit wird eine weitere Betreuerin für den Bereich Münsingen gesucht.


Ebenfalls etabliert hat sich jetzt das Angebot der Kindertagespflege im Haushalt. „Wir haben jetzt die rechtlichen Rahmenbedingungen auf die Beine gestellt und eine Stelle für die Betreuung der dort eingesetzten Tageseltern geschaffen“, berichtete Mack. Es galt eine ganze Reihe arbeitsrechtlicher Fragen zu klären, denn die Kinderbetreuer arbeiten ja im jeweiligen Haushalt der Eltern, die das Angebot nutzen. „Damit sind sie auch durch die Eltern angestellt. Diese wiederum bekommen Zuschüsse durch den Landkreis“. Der Tagesmütterverein sorgt allerdings für die fachliche Begleitung in Form von Fortbildungen, Beratung und hilft bei strittigen Fragen. „Die Kinderbetreuerin kümmert sich nur um die Betreuung des Nachwuchses und was damit zusammenhängt“, so Allgöwer, „ist also nicht für den Haushalt zuständig“.


Wurde die Alb ursprünglich von den Außenstellen in Engstingen und Gomadingen betreut, hat der Reutlinger Verein im November 2010 die Räume im Alten Rathaus in Münsingen bezogen und verwaltet jetzt von dort aus die Aktivitäten auf der Alb. Zudem gibt es ein Beratungsangebot in den Gemeindeverwaltungen von Engstingen, Trochtelfingen oder Sonnenbühl.


Als Voraussetzung für die Arbeit als Tagesmutter ist eine 160 Unterrichtseinheiten umfassende Qualifikation zu absolvieren. Ein solcher Kurs findet vom 3. bis 6. April in Reutlingen statt (siehe Info). Nach 30 Stunden können die Betreffenden allerdings bereits in die Betreuung mit einsteigen und sich die weiteren Kenntnisse berufsbegleitend aneignen. Zudem nimmt Reutlingen am Bundesprogramm für eine weitergehende Qualifizierung teil, Tageseltern können daher „Qualifizierungskurse nach dem neuen kompetenzorientierten Qualifizierungshandbuch“ besuchen und kommen so letztlich auf eine 300 Unterrichtseinheiten umfassende Ausbildung. Selbst ausgebildete Erzieherinnen müssen einen 30-stündigen Kurs besuchen, um die speziellen Anforderungen an Tageseltern kennen zu lernen.


Unterm Strich gibt es im Kreis 400 qualifizierte Tageseltern, 330 davon sind im Einsatz und betreuen rund 1270 Kinder. Mehr als 600 sind unter drei Jahre alt – früher lag diese Quote bei einem Drittel. Dies entspricht den Ergebnissen einer Studie, die der Kindertagespflege ein „sehr gutes Ergebnis“ bei Kindern im Alter von null bis drei Jahren attestiert, so Mack.


Ein Kompaktkurs in den Osterferien
Der Tagesmütterverein bietet vom 3. bis 6. April jeweils von 9 bis 14.30 Uhr einen Kompaktkurs für die Qualifizierung als Tagesmutter – gleichgültig ob der Arbeitsplatz anschließend im eigenen Haushalt, als Kinderfrau oder in einem der zahlreichen TigeR-Projekte im Landkreis gewählt wird. Veranstaltungsort ist die Geschäftsstelle in der Federnseestraße 4 in Reutlingen. Weitere Informationen Tagesmütterverein Reutlingen, Telefon (0 71 21) 38 78 40.

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